Die 10 Gebote (optimiert für Suchmaschinen)

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Göttliche Eingebung braucht es sicher nicht, um 10 SEO-Gebote zu schreiben. Vielleicht kam die Eingebung eher von … Maschinen? Die folgenden 10 Gebote decken die wichtigsten Grundregeln im Umgang mit hochnäsigen Robotern, an die wir unsere Texte richten sollten, bis zu quicklebendigen Links, denen wir unsere Zuneigung zollen sollten, ab.

1) Du sollst nur an Roboter glauben.

Für wen schreibst Du Deine Website? Für Menschen, nicht für Roboter, ist ja klar. Allerdings sendet aber Google nicht etwa Menschen auf die Suche nach Websites, sondern Roboter, bzw. Webcrawler oder Googlebots … Und diese kalkulieren blitzschnell, welche Resultate in der Suchmaschine ganz oben stehen sollen. Da kannst Du noch so blumige Texte schreiben – Menschen klicken nur an, was die Suchmaschinenalgorithmen ganz oben platziert haben. Und wenn Menschen etwas suchen, dann doch meistens bei Google (>90%)!

2) Du sollst richtige Keywords schreiben und rechtschreiben.

… denn Webdesign ist nur das … Design fürs Web. Über Texte, beziehungsweise Webtexting, spricht man kaum. Keywords sind buchstäblich … Schlüssel zum Glück. Die richtigen Keywords findest Du nur, wenn Du richtig danach suchst. Ein typischer Webdesigner ist dazu kaum in der Lage – er hat sich dem Design im Sinne von schönem oder funktionellem Layout verschrieben. Ein Texter schreibt gern blumig und kennt die Bedeutung von Schlüsselwörtern nicht.
Versuche, Dich in Deinen Kunden/Leser zu versetzen: Wenn Du Stempel verkaufst, schreib nicht “Stempelverkauf” oder “Stempel zu verkaufen”, denn danach sucht keiner. Schreib lieber  “Stempel kaufen” oder “Stempel Zürich”, denn danach suchen auch Deine Kunden. Deine Kunden, aber auch die Google-Roboter, beurteilen Deine Rechtschreibung und damit auch Deine Sorgfalt und Kompetenz knallhart. Wenn Du Wörter falsch schreibst, finden es nur die Leute, die diese auch falsch auf der Suchmaschine eingeben. (Man kann diese Fehleingaben aber übrigens auch nutzen, indem man z.B. mit Google Adwords häufig falsch geschriebene Suchwörter verwendet.)

3) Du sollst Dich selbst analysieren

… und zwar von Anfang an. Google Analytics oder ein anderes Programm ist schnell installiert, allerdings muss man schon ein Experte sein, um genau zu wissen, woher die Besucher kommen und wie man die Daten interpretieren kann. Das Programm gibt zwar einige Hinweise, wie man die Website optimieren kann, aber es  sind eben auch branchenspezifische Fachkenntnisse und vor allem starke Sprachkenntnisse gefragt. Am besten verfolgst Du die Entwicklung Deiner Website über mehrere Monate, vor und nach einer Optimierung, mit einem externen Dienstleister.

4) Du sollst kein Marketingblabla schreiben

Die blumigsten Adjektive bringen auf dem Web am allerwenigsten: “exzellent”, “aussergewöhnlich”, hervorragend”, “Top”, “genial” erscheinen ganz sicher nie in einer Suchanfrage von Otto Normalbürger, geschweige denn in einer Suchanfrage Deiner Kunden. Also lass diese Adjektive vom Web verschwinden und schreibe Konkretes. Verwende Adjektive, die zu Deinem Produkt passen: z.B. “rieselfähiger” Dünger, oder “bruchsichere” Gitarre (für Hardrocker, z.B.)

5) Du sollst Dein Web-Budget nicht aus dem Fenster werfen

Du wirst oft dazu verleitet werden, viel Geld für obskure Werbung und Links auf Websites und sehr allgemeine Branchenverzeichnisse ausgegeben, die selber absolut keinen Traffic anziehen. Das siehst Du spätestens, wenn Du die Daten analysiert. Zunächst solltest Du Dir also mal anschauen, welche Verzeichnisse überhaupt Traffic anziehen. Der Grossteil des Traffics läuft wahrscheinlich über die Suchmaschinen, also solltest Du auch den Hauptteil Deines Budgets dort investieren, nämlich für SEA (Search Engine Advertising) und/oder für SEO (Search Engine Optimization).

6) Du sollst auf allen Plattformen gut aussehen

Viele Websites laufen nicht auf allen Geräten oder sind z.B. (noch) nicht optimiert für Mobilgeräte (bzw. “responsive”). Lasse Deine Website auf die Kompabilität mit verschiedenen Geräten testen, und sei erst zufrieden, wenn sie überall perfekt läuft. Google bewertet seit kurzer Zeit Webseiten besser, die für Mobilgeräte optimiert sind.

7) Du sollst kommunizieren, nicht informieren.

Kommunizieren ist geben und nehmen. Wenn Du etwas schreibst, stelle es nicht einfach auf die Website, sondern blogge es, twittere es (wenn’s denn sein muss), schreib es auf LinkedIn oder Facebook (je nach Zielpublikum). Lass Antworten zu, mach Umfragen und Bewertungen und tausche aus. Jede Meldung auf Social Media bringt potenziellen zusätzlichen Traffic auf Deine Website.

8) Du sollst prüfen, mit wem Du Dich verlinkst

Backlinks, d.h. Links von anderen Websites auf Deine eigene, sind etwas vom Wertvollsten und bringen qualitativ oft den besten Traffic. Du kannst dies beeinflussen, indem Du z.B. viel kommunizierst (s. oben), oder indem Du konkret Lieferanten, Partner, Kunden und Branchenorganisationen angehst. Ein kleiner Link als Dank auf Deiner Website schadet nicht. Und der Text muss stimmen!

9) Du sollst unter die Oberfläche Deiner Website schauen

Ein Goldschatz liegt unter der sichtbaren Oberfläche Deiner Website: Was in den (verborgenen) Metatags steht, erscheint später auf der Suchmaschine, Bilder die mit “img0078″ beschriftet sind, findet kein Mensch (und der Suchroboter ist wohl auch etwas verdattert), auch die Titel Deiner Seiten sind entscheidend für die Platzierung auf den Suchmaschinen und dürfen ganz sicher nicht komplizierte Zahlen- und Buchstabenfolgen enthalten.  Gutes Texting ist also auch unter der Oberfläche wichtig!

10) Du sollst Deine Links leben lassen.

Tote Links kommen bei den Suchrobotern (oder potenziellen Kunden) gar nicht gut an. Auch Dokumente, die Du auf der Website veröffentlichst, z.B. Pdfs, sollten korrekt verlinkt sein. Und Links segnen häufiger das Zeitliche, als man denkt. Am besten lässt Du die Links ständig überprüfen. Dafür gibt es externe Lösungen, falls Dir Deine Agentur dies nicht anbietet.

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